Donnerstag, 13. September 2007

Nachtschicht

Hab ich heute per Mail erhalten und wollte ich Euch nicht vorenthalten:

Nachtschicht

Unter Nachtschicht versteht man unter anderem eine sehr verbreitete Diskotheken-Kette in Österreich. Der Großteil der so genannten Schichtler oder auch Gabba ist zwischen 14 und 17 und geht hauptsächlich um im sozialen Umfeld als cool oder auch leiwand zu gelten in die Nachtschicht. "Los! Gehen wir in die Nachtschicht" oder im Gabber Slang "Hearst, gemma Schicht" ist oft nur eine Metapher für: "Los! Lasst uns irgendjemand zusammenschlagen" oder auch "Oida, fetz ma wen!"

Vorwiegend provoziert der gemeine Schichtler:

eine Gruppe in der Unterzahl
eine Person, die eindeutig schwächer wirkt als er selbst (der Schichtler hat aber immer seinen Freundeskreis dabei, falls er sich verschätzt und die Zielperson sich wehren sollte) eine männliche Person, die alleine mit einer oder mehreren weiblichen Personen anwesend ist (provoziert wird hier generell, indem die weibliche Begleitung bezirzt wird) Sehr beliebt ist die Nachtschicht Deluxe in der SCS Multiplexx wegen ihrer guten Verkehrsanbindung. Die Station SCS der Badnerbahn befindet sich tarifmäßig schon in Niederösterreich, sodass jeder aus Wien Kommende für eine einzige Station eine Fahrkarte kaufen muss, was gerne hingenommen wird.

Die Badnerbahn wird auch gerne genutzt um wieder nach Hause zu kommen, da der letzte Zug um Mitternacht fährt und die Nachtschicht in der Regel schon 6-7 Stunden später zusperren würde. Für die Schichtler, die bis Mitternacht noch niemanden zum Zusammenschlagen gefunden haben oder sich in der kurzen Zeit noch nicht ausreichend betrinken konnten, gibt es also nur noch den PKW als Option, dessen meist alkoholisierter Fahrer und Kompanie den Schichtler sicher nachhause bringen können.

Das Schichtlermobil

Die beliebtesten Gefährte sind vorwiegend Autos aus Asien wie Mitsubishi oder auch die GTI-Reihe von Volkswagen. Allgemein ist das Automobil auch total krass aufgemotzt. Aufgrund der enormen Kosten der Musikanlage, die in der Regel die Rückbank ersetzt und einen Stromverbrauch einer Flutlichtanlage eines Fußballstadions aufweist, muss häufig beim Rest improvisiert werden. Beispielsweise besteht die coole Unterbodenbeleuchtung meist aus einer Energiesparröhre (aus dem Gemeindebaukeller entwendet), die mit bunter Folie umwickelt wurde. Auch bei den sogenannten "Bösen Lichtern" wird mit Edding ein Drittel der Frontscheinwerfer übermalt. Dasselbe gilt
für getönte Scheiben.

Die Community

Die Nachtschicht-Community gilt als sehr großzügig. Lässt man sein sein Glas über 6,5 Sekunden unbeaufsichtigt, findet man darin bei der Rückkehr eine kostenlose (!) "kleine Überraschung" in Form eine bunten Pille! Auch stehen außerhalb der Diskothek viele Helfer (vorwiegend Schwarzafrikaner) bereit, die einem "Partystoff" anbieten, um die Stimmung zu heben.

Die Nachtschicht-Mucke

Die Nachtschicht bringt auch regelmäßig CDs heraus, damit man auch zu Hause die Musik hören kann, die man schon in der Nachtschicht nicht hören will, da sie nur existiert, um in der Gesellschaft "in" zu sein. Um die Kosten zu minimieren, wird das Covergirl auf der Homepage gesucht und darf (nachdem sie sich vom Nachtschicht-Team durchnudeln lässt) je nach Qualität besagten Akts aufs Cover.

Der Nachtschichtpaparazzi

Sehr beliebt ist der Nachtschicht-Fotograf, der als Beweis, dass man auch wirklich da war, Fotos von den vielen Schichtlern macht. Nach dem Discobesuch wird dann der gesamte Freundeskreis aufgefordert, die Fotos zu betrachten. Da die Fotos nur per Javascript aufrufbar sind, kann kein direkter Link kopiert werden, was zu ewig langen Sucharbeiten nach ungenauen Angeben wie: "Ey das ganz linkeste auf da letzten Seite" führt.

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