Haben Sie das schon erlebt?
fragte einst Reinhard Fendrich, und ich sage: Leider ja!
Nachdem ich heute Sonntag 00:30Uhr wieder begonnen habe beim Umbau der Hst. Südtiroler Platz kräftig mitzumischen, mußte ich so gegen 02:00 Uhr wegen einer Kleinigkeit, die sich nicht telefonisch lösen läßt, zurück zum Zentralstellwerk Matzleinsdorf...
wie gesagt es ist ca. 02:00 Uhr, ich komme in der nähe des Wiener Südbahnhofs am Gürtel bei einer roten Ampel zum Stehen, es regnet. Vor mir links in "Poleposition" ein "Döner 316i", rechts daneben, also direkt vor mir, ein "Döner 318i". Die Autos der Baureihe BMW-E36, werden wie es typisch ist, natürlich von "neuen Österreichern" pilotiert. Die Bestätigung für diesen Verdacht erfolgt erst später. Die Autos wirken leicht nervös, es scheint sich ein "Duell der Lächerlichkeit" anzubahnen: ein Wettrennen mit Autos der 1600 bzw 1800ccm-Klasse, geh bitte...
Rot-Rot/Gelb- GRÜN: typischer BMW-Start, mit komplett durchdrehenden Rädern rutschen beide langsam voran, ich fahr hinten Mercedes-like mit 2500-Diesel-ccm dezent weg, hab aber trotzdem zu kämfpen, daß ich dem Döner 318i nicht von hinten "Starthilfe" geb...
jedenfalls kommen dann die wild durchdrehenden Hinterräder des linken 316i auf die weiße Bodenmarkierung, was in Kombination mit dem schlechten Fahrbahnzustand (Längs/Querr-Rillen) zu einem verstzen nach rechts führt. Die Rechtsbewegung des 316i wird erst durch die Seitenwand des 318i aufgehalten... egal das Rennen geht weiter die BMWs beschleunigen und beschleunigen und beschleunigen bis sie weit weg sind. Ich fahre gemütliche 50km/h und nagle mit meinem Diesel gemütlich weiter Richtung Zentralstellwerk.
Bei der nächsten Kreuzung bestätigt sich dann mein Verdacht von vorhin und ich bekomme eine Schauspiel zu sehen:
Der Fahrer des Döner 318i ist aus dem Auto gesprungen, hat die Fahrertür vom Döner 316i aufgerissen, und ist gerade dabei, in bester DUKE NUKEM-Manier mit seinem #13-Boot dem 316i- Fahrer in die Pappn zu steigen! - ein Anblick für Götter -
Danach hab ich dann noch das Stellwerk erreicht und die paar angefallenen Kleinigkeiten erledigt.
Nächstes Fahrtziel, das neue Schalthaus: Dazu muß ich mein Auto in der Landgutgasse abstellen. Über die Landgutgasse führt die Brücke der S-Bahn sowie der Südbahn.
Unter dieser Brücke befinden sich zwei Sandler, einer ist offensichtlich männlich, beim anderen bin ich mir noch nicht sicher: Er/Sie kniet vor dem ersten Sandler; mehr ist nicht zu sehen.
Als ich dann ein paar Meter weiter gegangen bin, ändern sich leider die Sichtverhältnisse und es bleibt mir nicht erspart feststellen zu müssen, daß der knie-ende Sandler (Gott sei Dank, eine Sandlerin) dem anderen Sandler die Palme schüttelt...
nach Erledigung meiner Arbeit beim Schalthaus bin ich fertig für diese Nacht und fahre heim.
Im Radio spielen sie Reinhard Fendrich: Haben Sie Wien schon bei Nacht gesehen? Haben Sie das schon erlebt...
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3 Kommentare:
*rofl mao*
eine wunderbare kurzgeschichte zum thema wien ist anders...
*ROFLCOPTER*
WAHNSINN :D
Bitte gern geschehen!!!
bis August gibts noch ein paar Nachtschichten in Wien, hoffe ich kann dann noch ein paar Erlebnisse posten...
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